Mini Jukebox

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Was zum Aufregen

Vielleicht sieht es nicht jeder so, aber ich bin der festen Überzeugung, die lokalen Rundfunksender, die mein kleines Radio empfängt werden alle ohne Ausnahme von Idioten geführt. Vielleicht verstehe ich aber auch nur das Konzept nicht und es ist wirklich Sinn der Sache ein und dieselben Programm- und Musikinhalte immer und immer (und immer) wieder zu senden, weil nur dann der Ottonormal-Hörer auch versteht, um was es eigentlich geht. Oder aber es passt einfach nicht mehr als eine Stunde Programm auf die Platte des Senders - und diese wird dann 24h am Tag wiederholt...

Ich denke ich konnte klar ausdrücken, dass man hier kein Radio hören kann ;)
Also wird seit jeher alles in digitalisierter Form via MP3 und Internetstream erledigt - dies hatte allerdings immer den Nachteil, dass man nur direkt am Rechner in den Musikgenuss kam - der Rest der Wohnung war noch in den Händen der lokalen Hirnzellenmörder oder aber man drehte die Musik gleich so auf, dass auch die Nachbarn was davon hatten.

Da musste also eine Lösung her - und für was habe ich eigentlich den kleinen ITX hier neben mir stehen, wenn er nicht auch was (oder besser 'noch mehr') sinnvolles machen kann. Ich wollte sowieso schon lange einen 'Wohnzimmer-PC' aufbauen - geplant ist der weiterhin mit einem netten kleinen Pentium M Board und entsprechender Ausrüstung für TV, Video, DVD etc... bis ich mir aber _die_ Hardware leisten kann, bleibt es also bei einer kleinen HiFi Anlage.

Was zum Sehen

Zu diesem Zweck wurde kurzerhand eine Reichelt Bestellung aufgegeben: ein 16x2 LCD Display, blau mit weißer Hintergrundbeleuchtung, zwei Potis für Kontrast und Helligkeit, ein Anschlussstecker für den Parallelport. Dazu noch ein altes IDE Kabel und ich hatte alle Zutaten für ein anschlussfertiges Display zusammen.

Ein HD44780 LCD

Anleitungen zum Zusammenbau gibt es massenhaft im Netz. In meinem Fall handelt es sich um ein HD44780 kompatibles LCD - hier finden sich mehrere Verdrahtungsmöglichkeiten. Meist wird auf die sogenannte Winamp-Methode verwiesen (Pin 6 [Enable] des LCDs kommt an Pin 1 des LPT - dann ist es Winamp) - mit dieser Verdrahtung scheint es wohl weniger Probleme zu geben das Display auch unter Windows zu betreiben.

Die Kontakte werden verlötet und dann mit Heißkleber gesichert Ein Schalter für Ein/Aus und zwei Potis für Helligkeit und Kontrast Schönes Kabelgewirr...

Die Lötarbeit ist relativ einfach, es müssen nur 16 Adern verlötet werden, die Potis kommen dazwischen und fertig. Die 5 Volt zum Betrieb des Displays hole ich mir von einem USB Port - auch hier hatte ich noch ein altes Kabel, dessen rote Ader ich einfach mit dem Display verlötet habe. Und ich konnte es kaum glauben, aber es hat dann auch tatsächlich auf Anhieb und ohne Probleme funktioniert. Das Display leuchtet - und mit der passenden Software (in meinem Fall lcdproc) zauberte ich auch die ersten Schriftzüge auf die zwei Zeilen.
Nach einer Weile bash und perl coden, tat das Display dann auch was ich wollte und ließ sich wunderbar ansteuern. Derzeit zeigt es den aktuellen Titel, sowie die Spielzeit mit Fortschrittsbalken.
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